CCS-Protest

Brandenburger Bürger sagen NEIN zu CO2-Endlager

 

Der Energiekonzern Vattenfall plant ab 2015 in den Brandenburger Landkreisen Oder-Spree und Märkisch-Oderland die Endlagerung von großen Mengen von CO2, die in seinen Braunkohlekraftwerken produziert wurden, in den salzwasserführenden, porösen Gesteinsschichten unter unseren Städten, Gemeinden, landwirtschaftlichen Flächen und Naturschutzgebieten. Durch die neue Technologie namens CCS („Carbon Capture and Storage“ – Abspaltung und Speicherung von CO2) sollen Kohlekraftwerke, die pro produzierter Kilowattstunde Strom die größte Menge an klimaschädlichem CO2 produzieren, „CO2-frei“ werden. Das klimaschädliche CO2 soll im Kraftwerk aufgefangen werden, bevor es dem Schornstein entweichen kann und anschließend unterirdisch entsorgt werden.

 

Brandenburger Bürger lehnen die unterirdische Endlagerung von Industrieabfall im Land Brandenburg insbesondere von abgeschiedenem Kohledioxid (CO2) aus Kohlekraftwerken durch den schwedischen Staatskonzern Vattenfall, konsequent ab.

 

Die Menschen in Brandenburg fordern von Politik und Industrie Respekt gegenüber unserer Heimat und der in ihr über Jahrhunderte lebenden Familien. Niemand kann Sicherheit auf Jahrtausende garantieren. Die von Vattenfall versprochenen Entschädigungszahlungen können die mit der unterirdischen Speicherung verbundenen Risiken also keinesfalls kompensieren.

 

Prof.Dr. Marin Faulstich, Vorsitzender des Sachverständigenrats für Umwelt:
"Wir warnen vor übereilten Weichenstellungen. Die Anwendung von CCS im großen Maßstab kann derzeit nicht befriedigend geregelt werden. Das Gesetz würde dazu führen, dass die begrenzten unterirdischen Speicher durch das eingelagerte CO2 langfristig blockiert werden. Wir brauchen diese Speicher in Zukunft aber auch für andere Zwecke, etwa den Ausbau erneuerbarer Energien.“